Mein absoluter Lieblingsbrief, den mir Katrin Reimering vor einigen Jahren zugesandt hat: Di Geschistde von unzufridenen Regenbogenfisch Für Marcus Pfister Der Regenbogenfisch schwümpde durch Mer. Da krikde er Wazer in Munt. Er saktde: “Ich wil nist mer intz Mer.” Der Regenbogenfisch schwam weiter. Dan krikte er Wazer in di Nase. Er saktde: “Jetst reist is mir. Jetst schwim ich an ein anderen Ort.” Der Regenbogenfisch schwam weiter und aber an einen anderen Ort. Da kam ein kleiner Fisch angeschwom. Er fraktde: “Kan isch eine Glitzerschupe?” Der Regenbogenfisch erschrktde. “Du wilzt eine Glitzerschupe von mir, eine Klitzerschupe? Ni in Leben. Aber ich hap da eine Frage: Hazt Du auch Wazer in Mund gerikt und in di Nase?” “Nein, aber ich nem auch di gleintzde Schupe di du hazt.” “Oke, saktde der Regenbogenfisch, du dafzt dir di gleintzde Schupe nem. Komit, wie gen wo anderz hin.” “Oke, wir gen jetzt wo anderz hin.” “Oke, wir gen. Ich bin einferstanden, da gen wir jetzt.” Und si lepden zusamen in Mer für imer.”